Der Toyota Hilux Electric

Neuer Antrieb, gleiches Vertrauen: Der Hilux wird elektrisch.

Steile Wege, wechselnde Ladung, jeden Tag – im Tösstal ist ein Arbeitsfahrzeug nur so gut wie sein schlechtester Tag. Der Antrieb ist bei diesem Modell fast das Einzige, was sich ändert – und genau das ist der Punkt.

Für Betriebe und Gemeinden

Bei politischen Gemeinden und lokalen Verwaltungen, an Schulen, im Strassenbau oder bei der Müllabfuhr: Besonders passend ist der Hilux Electric überall dort, wo feste Routen, ein eigener Werkhof und planbare Standzeiten zusammenkommen. Geladen wird über Nacht auf dem eigenen Areal, gefahren wird tagsüber in Quartieren, in denen ein leises Fahrzeug spürbar angenehmer ist als ein lautes – frühmorgens bei der Leerung ebenso wie vor dem Schulhaus.

1968 trifft 2026

1968 gebaut, 2026 elektrisch – dazwischen liegt vor allem eines: sehr viel Erfahrung, worauf es bei einem Arbeitsfahrzeug wirklich ankommt. Die neue elektrische Version übernimmt deshalb bewusst, was sich bewährt hat: die robuste Body-on-Frame-Konstruktion, auf die Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe seit Generationen bauen. Neu ist die 59,2-kWh-Batterie, die fest ins Fahrgestell integriert ist. Diese senkt den Schwerpunkt spürbar – und bringt damit einen Vorteil ausgerechnet an einer Stelle, an der der klassische Hilux mit seinem hohen Aufbau schon mal ins Wanken gerät, etwa bei voller Beladung in engen Kurven.

Zwischen Wiese und Werkstatt

Zwei eAxle-Antriebseinheiten an Vorder- und Hinterachse sorgen für permanenten Allradantrieb. Fünf Fahrmodi – Rock, Sand, Mud, Dirt und Mogul – passen die Kraftübertragung automatisch an den Untergrund an. Das klingt nach Dünen und Geröllfeldern, hilft aber genauso zuverlässig auf der aufgeweichten Wiese hinterm Stall oder auf der Baustelle. Und weil ein Elektromotor sein Drehmoment sofort liefert, zieht der Hilux Electric auch am Hang oder mit Anhänger ohne Verzögerung an.

Die elektrische Reichweite liegt bei 255 bis 257 Kilometern (WLTP, kombiniert). Wie bei jedem Elektrofahrzeug hängt die tatsächliche Reichweite von Beladung, Temperatur und Fahrweise ab – im Arbeitsalltag ohnehin Faktoren, die du kennst und einplanst. An einer DC-Schnellladestation mit 125 kW ist die Batterie in rund 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen. Über Nacht, an der Toyota HomeCharge Wallbox, dauert eine vollständige Ladung von 0 auf 100 Prozent etwa 6,5 Stunden – während du schläfst und er lädt.

Bei der Nutzlast liegt der Electric mit 635 bis 639 Kilogramm unter dem bekannten Diesel- oder Hybrid-Hilux, der bis zu 1’000 Kilogramm trägt. Für Werkzeug, Material und den normalen Arbeitstag reicht das locker – kombiniert mit einem leisen, emissionsfreien Antrieb. Wer regelmässig an der oberen Grenze lädt, ist mit Diesel oder Hybrid nach wie vor besser bedient.

Beim Ziehen sieht es anders aus, als die Werksangabe vermuten lässt: Ab Werk sind 1’600 Kilogramm Anhängelast vorgesehen, durch eine Anhängelastauflastung sind in der Schweiz aber bis zu 3,5 Tonnen Zuglast möglich. Damit steht der Hilux Electric auch dort zur Verfügung, wo es um Baumaschinen, Viehanhänger oder schwere Transportlasten geht. Ob die Auflastung für deinen Einsatz sinnvoll und zulässig ist, klären wir am besten direkt miteinander.

Sicherheit, die mitwächst

Für die wichtigsten EV-Komponenten – Elektromotor, Antriebsbatterie und Inverter-Converter – gilt eine Werksgarantie von 5 Jahren bis maximal 100’000 Kilometer. Dazu kommt eine Zusage auf die Batteriekapazität selbst: Nach 8 Jahren oder bis 160’000 Kilometer liegt die Restkapazität bei mindestens 70 Prozent.

Für das Fahrzeug gilt die Werksgarantie 3 Jahre bis maximal 100’000 Kilometer. Danach wächst sie mit: Nach jedem Service bei einem offiziellen Toyota Partner verlängert sie sich automatisch um die Dauer des Serviceintervalls, bis maximal 185’000 Kilometer innerhalb von 10 Jahren. Fällt ein Service einmal aus, lässt sich die Garantie wieder aktivieren, sobald der nächste nachgeholt wird – dafür gilt eine Karenzfrist von einem Monat.

Was am Ende zählt

Am Ende bleibt ein Gefühl, das der Hilux seit Jahrzehnten auslöst: Man traut ihm mehr zu, als man verlangt. „Bis zur Zerstörung getestet – und dann noch einmal getestet“: So beschreibt Toyota die eigene Testphilosophie, und beim Electric hat sich daran nichts geändert, ausser dass man es jetzt kaum noch hört. Steile Wege, wechselnde Ladung, jeden Tag: Er nimmt es einfach. Oder wie mer im Tösstal säge würded: Dä hält was er verspricht.

Stefan Staub
Stefan StaubMobilitätsberater
Daniel Bischof
Daniel BischofMobilitätsberater

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